Leistungsspektrum der ICP Rodenbach mbH

Aufschlussmethoden

Die Wahl des geeig­ne­ten Auf­schluss­ver­fah­rens für Boden- und Grund­was­ser­un­ter­su­chun­gen erfolgt nach fol­gen­den Grund­sät­zen:

  • Aus­sa­ge­kräf­ti­ge Auf­schlüs­se für das Unter­su­chungs­ziel
  • Kos­ten­güns­ti­ge Ver­fah­ren
  • Kurz­fris­ti­ge und ter­min­ge­rech­te Durch­füh­rung
  • Flur­scha­dens­neu­tra­li­tät in sen­si­blen Gebie­ten

Dazu kön­nen wir auf nahe­zu alle gän­gi­gen Ver­fah­ren zurück­grei­fen.

  • Aus­ser bei schwer zugäng­li­chem Gelän­de wird der größ­te Teil der Auf­schlüs­se mit­tels Rau­pen­bohr- und Son­dier­ge­rät aus­ge­führt. Hier­bei sind Bohr- durch­mes­ser von bis zu 100 mm anwend­bar.
  • Mit unse­ren kom­bi­nier­ten Ramm­bohr- und Son­dier- gerä­ten füh­ren wir sowohl Klein­ramm­boh­run­gen als auch leich­te, mit­tel­schwe­re oder schwe­re Ramm-
  • Kern­boh­run­gen kön­nen in Locker­ge­stein und Fels abge­teuft wer­den. Die­se kön­nen bei Bedarf zu Grund­was­ser­mess­stel­len ver­schie­dens­ter Durch- mes­ser oder Inkli­no­me­ter­mess­stel­len aus­ge­baut wer­den.
  • Für spe­zi­el­le Anfor­de­run­gen füh­ren wir in Zusam­men- arbeit mit fach­kun­di­gen Spe­zi­al­fir­men Boh­run­gen grö­ße­rer Durch­mes­ser und Tie­fen, Bag­ger­schür­fe sowie zer­stö­rungs­freie und flä­chen­de­cken­de geo- phy­si­ka­li­sche Erkun­dun­gen durch.

Baugrunduntersuchungen

Baugrundrisiko

Jeder Bau­herr trägt das Risi­ko, dass an sei­nem Neu­bau oder an Nach­bar­ge­bäu­den Schä­den auf­tre­ten oder Per­so­nen beein­träch­tigt wer­den. Die­se Schä­den und Beein­träch­ti­gun­gen kön­nen viel­fäl­ti­ge Ursa­chen haben:

  • Über­bau­ung wenig trag­fä­hi­ger Schich­ten: Torf, wei­cher Lehm, Alt­ab­la­ge­run­gen, u.a.
  • Insta­bi­li­tä­ten des Bau­grunds: Rut­schung, Erd­fall, Schwel­len, Schrump­fen
  • nicht stand­si­che­re Bau­grund­bö­schun­gen
  • feh­ler­haf­te Grün­dun­gen infol­ge unzu­läs­si­ger Set­zung, Sackung, Sen­kung, Schief­stel­lung oder Grund­bruch
  • unwirt­schaft­li­che Grün­dung
  • unge­nü­gen­de Berück­sich­ti­gung von Sicker- und Grund­was­ser oder Schad­stof­fen (BBo­dSchG, LAGA)
  • feh­len­de Siche­rung bestehen­der Gebäu­de, z.B. durch Unter­fan­gung
  • Pflicht zur Bau­grund­er­kun­dung

Eine Pflicht zur Baugrunderkundung besteht nach:

  • den Lan­des­bau­ord­nun­gen
  • der Ver­din­gungs­ord­nung für Bauleistungen(Teil A, § 9, Ziff. 3, Abs. 3)
  • Bun­des­bo­den­schutz-Gesetz § 4, § 9
  • den von den Län­dern bau­recht­lich ein­ge­führ­ten Nor­men, z.B. DIN 1054, in der exak­te Anfor­de­run­gen an den Unter­su­chungs­auf­wand gestellt wer­den (vgl. auch DIN 4020)

Baugrund — Untersuchung

Anga­ben zur Beschaf­fen­heit und zum Auf­bau des Unter­grun­des sind zu erhal­ten durch:

  • Aus­wer­tung topo­gra­phi­scher und geo­wis­sen­schaft­li­cher Kar­ten und Fach­li­te­ra­tur
  • Son­die­run­gen (Ramm-, Flü­gel-, Druck­son­die­run­gen)
  • Bag­ger­schür­fe
  • Boh­run­gen (Kleinrammbohrungen,Kernbohrungen)
  • geo­phy­si­ka­li­sche Erkun­dun­gen (Seis­mik, Geo­elek­trik, Geo­ra­dar)

Mit Hil­fe die­ser Anga­ben wird ein Bau­grund­gut­ach­ten erstellt. Durch boden­me­cha­ni­sche Ver­su­che im Feld und an aus­ge­wähl­ten Pro­ben im Labor wer­den cha­rak­te­ris­ti­sche Rechen­wer­te ermit­telt, die zum Rechen­mo­dell des Bau­grun­des füh­ren, das Grund­la­ge der Grün­dungs­be­ra­tung ist.

Ein Bau­grund- und Grün­dungs­gut­ach­ten…

  • gibt dem Bau­herrn Pla­nungs­si­cher­heit
  • ver­hin­dert bau­grund­be­ding­te Bau­still­stän­de
  • ermög­licht eine siche­re und wirt­schaft­li­che
    Grün­dung — vie­le scha­dens­freie Gebäu­de sind
    unwirt­schaft­lich gegrün­det -
  • erspart in der Regel mehr als es kos­tet

Ingenieurgeologie

  • Grün­dungs­gut­ach­ten aller Art
  • Stand­si­cher­heits­be­rech­nun­gen für Böschun­gen und Bau­gru­ben
  • Damm­sta­ti­ken
  • Erkun­dung und Begut­ach­tung von Hang­rut­schun­gen und Berg­stür­zen
  • Hang-/Bö­schungs­si­che­run­gen ein­schließ­lich erd­sta­ti­scher Nach­wei­se
  • Grün­dungs­kon­zep­te für Tief- und Pfahl­grün­dun­gen
  • Durch­pres­sun­gen und Hori­zon­talboh­run­gen

Hydrogeologie

  • Ermitt­lung von Was­ser­ein­zugs­ge­bie­ten
  • Ermitt­lung von hydrau­li­schen Para­me­tern
  • Trink­was­ser­schutz­ge­biets­vor­schlä­ge
  • Hydro­geo­lo­gi­sche Gut­ach­ten
  • Pla­nung und Dimen­sio­nie­rung von Was­ser­hal­tungs­mass­nah­men
  • Grund­was­ser­er­schlies­sung und –über­wa­chung
  • Ein­rich­tung und Bepro­bung von Grund­was­ser­mess­stel­len
  • Beur­tei­lung des Bodens hin­sicht­lich Ver­si­cke­rungs­mög­lich­kei­ten für nicht schäd­lich ver­un­rei­nig­tes Nie­der­schlags­was­ser
  • Tracer-/Mar­kie­rungs­ver­su­che

Altlasten/Umwelt

Wozu Alt­las­ten-Gut­ach­ten?

  • schaf­fen Trans­pa­renz und Über­sicht
  • die­nen der Beweis­si­che­rung
  • geben Pla­nungs­si­cher­heit
  • hel­fen Kos­ten zu mini­mie­ren

Alt­las­ten-Gut­ach­ten stel­len Sach­ver­hal­te fest. Sie lie­fern die Ent­schei­dungs­grund­la­ge, ob nach Bun­des­bo­den- schutz­ge­setz eine Sanie­rung erfor­der­lich ist. Falls eine Sanie­rung erfor­der­lich wird, lie­fern sie die Grund­la­gen zu einer effek­ti­ven und damit wirt­schaft­li­chen Sanie­rung.

Alt­las­ten­ver­däch­ti­ge Flä­chen sind:

  1. Alt­ab­la­ge­run­gen : Still­ge­leg­te Abfall­be­sei­ti­gungs­an­la­gen sowie Grund­stü­cke, auf denen Abfäl­le behan­delt, gela­gert oder abge­la­gert wur­den.
  2. Alt­stand­or­te: Grund­stü­cke still­ge­leg­ter Anla­gen sowie Grund- stü­cke, auf denen mit umwelt­ge­fähr­den­den Stof­fen umge­gan­gen wur­de.

Erst wenn auf die­sen Flä­chen schäd­li­che Boden­ver­än­de­run­gen ver­ur­sacht wer­den, also Gefah­ren bestehen, wer­den sie zu Alt­las­ten.

Ursa­chen von Alt­las­ten:

  • Unfäl­le mit was­ser­ge­fähr­den­den Stof­fen
  • Fahr­läs­si­ger Umgang mit was­ser­ge­fähr­den­den Stof­fen
  • schad­haf­te Anla­gen oder Anla­gen­tei­le
  • unge­ord­ne­te, oft ille­ga­le Abla­ge­run­gen von festen(korrodierte Erd­tanks oder Lei­tun­gen) und flüs­si­gen Abfäl­len
  • Ein­wir­kung von frü­he­ren Kriegsereignissen(Bombenabwürfe)

Wer unter­sucht und bewer­tet Schad­stoff­be­las­tun­gen?
Schad­stoff­be­las­tun­gen soll­ten von geo­wis­sen­schaft­lich und geo­tech­nisch aus­ge­bil­de­ten Fach­leu­ten, also von Geo­wis­sen­schaft­lern, erkun­det und bewer­tet wer­den. Sie haben die erfor­der­li­chen Fach­kennt­nis­se in Geo­lo­gie, Hydro­geo­lo­gie, Geo­che­mie, Boden­che­mie, tech­ni­sche Che­mie, Bohr- und Pro­benah­me­tech­nik u.a.

Quel­le: BDG – Berufs­ver­band Deut­scher Geo­wis­sen­schaft­ler e.V.: Fly­er: „Bau­grund­gut­ach­ten sind immer die rich­ti­ge Ent­schei­dung – Infor­ma­tio­nen für Bau­her­ren“.

Bei­spie­le für Alt­las­ten­un­ter­su­chun­gen

  • His­to­ri­sche Erhe­bun­gen
  • Tech­ni­sche Erkun­dung von Alt­ab­la­ge­run­gen und Alt­stand­or­ten
  • Tech­ni­sche Erkun­dung von Tank­stel­len und Tank­la­ger­plät­zen
  • Gefähr­dungs­ab­schät­zun­gen
  • Sanie­rungs­kon­zep­te / Gebäu­de­rück­bau
  • Über­wa­chung und Doku­men­ta­ti­on

Überwachungen

Über­wa­chungs-/Kon­troll­prü­fun­gen im Erd­bau

  • Ramm­son­die­run­gen (DPL, DPM, DPH) nach DIN 4094 und DIN EN ISO 22476–2
  • Dyna­mi­sche Plat­ten­druck­ver­su­che nach TP-BF StB Teil 8.3
  • Sta­ti­sche Plat­ten­druck­ver­su­che nach DIN 18134 (Plat­ten­durch­mes­ser 300 mm, 600 mm, 762 mm)

Ver­ti­kal-Inkli­no­me­ter­mes­sun­gen

Ver­ti­kal-Inkli­no­me­ter­mes­sun­gen die­nen zur Mes­sung hori­zon­ta­ler Bewe­gun­gen unter der Erd­ober­flä­che in bestimm­ten Tie­fen­ab­stän­den. Sie wer­den im Rah­men von Bau­grund­über­wa­chun­gen, Beweis­si­che­run­gen bei Hang­rut­schun­gen oder Bau­werks­be­we­gun­gen ein­ge­setzt.

Bestim­mung des Ver­dich­tungs­gra­des mit­tels direk­ter Ver­fah­ren, Dich­te­be­stim­mun­gen nach DIN 18125

  • Aus­stech­zy­lin­der­ver­fah­ren
  • Den­si­to­me­ter-/Bal­lon­ver­fah­ren
  • Sandersatz­ver­fah­ren
  • Ben­to­ni­ter­satz­ver­fah­ren

Proc­tor­ver­su­che nach DIN 18127

  • Proc­tor­to­pf­grö­ße 100 mm
  • Proc­tor­to­pf­grö­ße 150 mm
  • Proc­tor­to­pf­grö­ße 250 mm

Bodenmechanik